Auf dieser Seite berichten wir
über besondere Besuche in der Gemeinde, soweit sie die gesamte Gemeinde
betreffen. Besuche, deren vorrangiges Ziel das Kulturhaus, die Schule oder die
Kirche betreffen, sind auf den entsprechenden Seiten zu finden. Dazu bitte das
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Zu den Themen:
Eine Ami auf Spurensuche in
Mestlin
Schweriner Verein besucht Mestlin

Ein Amerikaner auf
Spurensuche in Mestlin
Am 16. April 2003 weilte
Gerald Zahn
(mehr im Internet zur Familie Zahn in
englisch) aus Long Beach in
Kalifornien (USA) in Mestlin. Im Rahmen eines Deutschlandbesuches weilte der Amerikaner
in Mestlin und wollte die Heimat seiner Urururgroßeltern kennen lernen. Diese,
es war die Familie Klebenow, war 1854 aus Mestlin nach dem US-Bundesstaat
Wisconsin ausgewandert.
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Ortschronist Günther Peters (stehend) und die Chronistin
Andrea Matischewski erklären dem Gast an Hand von alten Fotos
die Geschichte Mestlin. (Bild links) |
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In der Kirche begrüßt
Propst Jens Krause (links) die Gäste und erläutert einige Daten zur
Kirchengeschichte und zum Kirchengebäude.
(Bilder rechts und unten) |
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Mit den Ortschronisten Andrea
Matischewski, Günther Peters
und dem Bürgermeister Uwe Schultze auf dem
Dorfrundgang (von links).
Rechts: Gerald Zahn aus Long Beach/Kalifornien
(mehr im Internet zur Familie Zahn in
englisch) |
Suche im Internet führt auf
die Spur der Vorfahren in Mestlin
Gerald Zahn aus Long Beach/Kalifornien wurde fündig
Mestlin.
Besuch aus Übersee hatte kürzlich die
Gemeinde Mestlin. Gerald Zahn aus Long Beach in Kalifornien weilte auf
Spurensuche nach seinen Vorfahren in dem Dorf.
Es gibt ein kleines Dorf mit dem Namen Hamburg, das im
US-Bundesstaat Wisconsin liegt und Ziel vieler deutscher Auswanderer in der
Mitte des 19. Jahrhunderts war. Auch Familie Klevenow (in den USA Klebenow) aus
Mestlin war dem Ruf über den großen Teich zu einem Neuanfang gefolgt.
Laut Kirchenchronik und
Erzählungen von Nachkommen sollen Johann Carl Joachim und Catharina sowie
Christian Friedrich Wilhelm Christoph und Friederike mit ihren Kindern in der
Zeit von 1845 bis 1855 ausgewandert sein. Der Urururenkel Gerald Zahn, der heute
in Long Beach lebt, wollte die Heimat seiner Vorfahren persönlich kennen lernen.
Zumal die deutsche Sprache ihn an diese Vorzeit erinnert. "Meine Großmutter
sprach noch deutsch, sogar ein wenig plattdeutsch", erzählt Zahn, der selbst
einige Zeit die Muttersprache seiner Vorfahren am Goethe-Institut in San
Francisco lernte.
Durch die Ahnentafel, die seine Cousine erforscht, wusste er von Mestlin, doch
mehr nicht. Im Internet stieß er auf die Webseiten von Mestlin. "Das machte mich
neugierig und so habe ich per Mail die ersten Kontakte hergestellt", sagte Zahn.
Die Chronisten Andrea Matischwski und Günther Peters blätterten in den
Geschichtsbüchern, suchten nach dem Namen Klevenow. Auch der Propst der
Kirchgemeinde Mestlin, Jens Krause, suchte in den Kirchenanalen - und man wurde
fündig.
Im Rahmen eines Touristenaufenthalts in Berlin gab es nun einen Abstecher nach
Mecklenburg. Gemeinsam mit dem Bürgermeister Uwe Schultze ging es mit dem
amerikanischen Gast durch das alte Dorf und Propst Krause erläuterte das Innere
der Kirche.
"Ich bin sehr dankbar für diesen tollen herzlichen Empfang, wir verstehen uns
sehr gut. Mit dieser Fülle von Informationen und diesem Engagement hier hatte
ich kaum gerechnet", lobte Gerald Zahn die Gastgeber.
Michael-Günther Bölsche

Der Verein für mecklenburgische Geschichte und Altertumskunde in Schwerin auf
Entdeckungstour im Amt Goldberg-Mildenitz
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Die Vereinsmitglieder
sahen sich in der Kirche um und staunten über das zweigeteilte
Kirchenschiff. |
Die Gemeinde Mestlin warb im Jahre 2002
auf einem Kolloquium der
Thünengesellschaft in Tellow (siehe auch:
hier) für
mehr Aufmerksamkeit. Einst aus einem alten Gutsdorf zum sozialistisches
Musterdorf in der DDR-Zeit überdimensioniert entwickelt und ausgebaut, hat es
heute unter dieser Vergangenheit zu kämpfen oder auch zu leiden (?). Professor Dr.
Siegfried Kuntsche vom Schweriner Verein für mecklenburgische
Geschichte und Altertumskunde versprach seinerzeit, bei der Lobbyarbeit für
Mestlin zu helfen.
Jetzt, drei Jahre später wird das Versprechen eingelöst. Knapp 20 Mitglieder
dieses Vereins sahen sich in Mestlin am 25. Juni 2005 um, besuchten die Kirche
und das Kulturhaus und sahen sich im Dorf um. Sie waren beeindruckt von dem
geschichtsträchtigen Ort und zum Teil wegen so mancher architektonischer
Leistungen in der Kirche und auch im Kulturhaus, hier überwiegte das Staunen
über die Dimensionen.
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Professor
Dr. Siegfried Kuntsche... ...und
Pastor Kornelius Taetow...
... mit Erklärungen zur Dorfgeschichte und zur Kirche |
Vor
allem beim Besuch des Kulturhauses tauchten viele Fragen auf, die die jüngste
Vergangenheit betreffen.
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Blick in den einstigen
großen Saal des Kulturhauses |
Unverständlich für viele Teilnehmer, dass dieser Zerstörung nach der politischen
Wende tatenlos zugesehen wurde und keiner zur Verantwortung gezogen wurde. "Es
ist sehr traurig, aber Lösungen für eine bessere Zukunft dieses Hauses sind
schwer zu finden", fasste ein Exkursionsteilnehmer nach dem Besuch des
Kulturhauses zusammen. Beeindruckend war für die Besucher auch die stählerne
Dachkonstruktion.
Nach
einem stärkenden Mittagessen in der Gaststätte Jägereck wurde die Delegation
dann vom Klosterbaumeister im Ruhestand Horst Alsleben nach Dobbertin ins
dortige Kloster geführt.

