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von Dieter Garling


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Geschichtliche Kurzinformationen

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Erster Teil der Chronik erschienen 
Schnaterei ist nicht gleich Schnatterei

Die Gemeinde Mestlin wurde erstmalig im Jahre 1312 urkundlich erwähnt. Der Name stammt aus dem Slawischen und bedeutet soviel wie "Ort der Brücke" oder "Brückendorf". Mestlin gehörte früher zum Kloster Dobbertin. Als 1832/1833 die Mestliner Bauern nach Ruest verlegt wurden, wurde Mestlin ein Gutsdorf. Seit 1918 ist Mestlin Staatsdomäne.  In den fünfziger Jahren und Anfang der sechziger Jahre des 20. Jahrhunderts entwickelte sich Mestlin zu einem zentralen und gut ausgebauten Dorf mit Beispielcharakter. So entstanden ganze Wohnviertel, das Schulgebäude, das Landambulatorium, das Kulturhaus sowie Versorgungseinrichtungen.
Mestlin ist im Landkreis Parchim seit Jahren auch als "Storchendorf" bekannt.


Die Störche prägen von März/April bis Ende August
eines jeden Jahres das Dorfbild


Zunehmend wird der Kranich immer heimischer in der Gegend um Mestlin.
Bis an die Landstraßen heran, ist er bei der Futtersuche zu beobachten. 

Nach der politischen Wende 1989/1990 entstanden z.B. auch die schmucken Einfamilienhäuser Am Wiesengrund. (Bild  links)

Blick über den Spielplatz zwischen den Wohnblöcken in der Fritz-Reuter-Straße bei einem Regenbogen. Im Hintergrund die Kirche. (Bild  rechts)

Einst stand in Mestlin auch mal eine Bockwindmühle, die seit Mai 1945 aber nicht mehr existiert. (Mehr zu Mühlen im Landkreis Parchim und im Bundesland Mecklenburg-Vorpommern)

Zur Gemeinde Mestlin gehören, neben einigen Ausbauten, die Ortsteile:

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Schnaterei ist nicht gleich Schnatterei

Zwischen Mestlin und Zölkow gibt es einen Ort, der nennt sich Schnaterei, mit nur einem T geschrieben. Daraus resultiert, dass manche denken, es handelt sich um einen Schreibfehler.  Dem ist nicht so und für alle folgt hier die Erklärung:

Mitunter ist zu lesen, dass der Name „Schnatterei“ abgeleitet sei, von angeblich dort stehenden Männern, die sich zu Großherzoglichen Zeiten eifrig unterhielten und dies gleich stundenlang. Deshalb hieße der Ort nahe Mestlin „Schnatterie“.
Woher der Name nun wirklich stammt, weiß wohl kaum einer so richtig. Fest steht jedoch, dass die Bezeichnung „Schnatterie“ völlig falsch zu sein scheint. Denn so heißt dieses Gehöft zwischen Mestlin und Zölkow nicht. Dieses heißt „Schnaterei“, so steht es auf alten und neuen Karten und in der Literatur. Ein doppeltes „T“ ist auf keinen Fall vorhanden. Die Eintragung im Telefonbuch der Deutschen Telekom ist ebenso falsch, wie andere gleichlautende Adressangaben.

Die Schnaterei bei Mestlin, im Hintergrund der Wald

Nach bisherigen Recherchen müssten die „schnatternden“ Männer überall gestanden haben. Denn diese Bezeichnung gab es auch im früheren Dorf Ruest, einem jetzigen Ortsteil von Mestlin. Ähnliche Bezeichnungen gibt es auch in weiteren Gegenden.

Doch erscheint eine andere Erklärung plausibler zu sein. Aus einem Duden von 1959 steht unter: Schnat(e), die: mitteldeutsch für junges, abgeschnittenes Reis; Durchhau; Grenze. Auch im Internet war diese Erklärung zu finden. „Schnat“ oder auch „Schnad“: Spur eines Schnittes; Wundmal; Durchhau, Grenze im Forst. Die germanische Wurzel dieses Wortes scheint wohl „snahd“ zu sein und bedeutet einschneiden, schnitzen. Als „Grenze im Forst“ könnte die Bezeichnung für die „Schnaterei“ bei Mestlin wohl auch eher zu deuten sein, denn unmittelbar nach den Häusern folgt der Wald. Ebenso ist es bei vielen anderen Orten, die diese oder ähnliche Bezeichnungen führen. Eine ähnliche Erklärung ist auch zu finden im Bertelsmann Lexikon Verlag von 1986 (Seite 1386) von Gerhard Wahrig.
Auch das Mecklenburgische Wörterbuch, herausgegeben von Richard Wossidlow und Hermann Teuchert in der Neuauflage von 1996 aus dem Berliner Akademie-Verlag, schreibt zu „snat“: durch Zeichen kenntlich gemachte Flurgrenze. Unter „snaterie“ ist zu lesen: Gehöft an einer Flurgrenze. Die Mestliner „Schnaterei“ wird auf der Seite 437 erwähnt: eine „Schnaterei“ gibt es nach Holzauktionsanzeigen im Klosterforst Mestlin an der Crivitzer Chaussee.
Somit dürfte klar sein, dass es sich bei dem Wort „Schnaterei“ nicht um einen Druckfehler handelt und die Schreibweise mit einem einfachen "T" richtig ist!

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1. Teil der Chronik erschienen

Das Titelbild der Chronik, 1. Teil
"Kirche Mestlin"
aus der Buchholz Chronik/ Buchholz, 1784/1785

 

Der Zeichen- und Musiksaal der Schule in Mestlin reichte am 22. Juni 2001 knapp aus - soviel Interessenten waren gekommen. Sie wollten alle den ersten Teil der Mestliner Chronik erwerben und zwei Filme aus den 50er bzw. 60er Jahren der Gemeinde sehen. Andrea Matischewski, Günther Peters und Dieter Garling haben gemeinsam den ersten Teil in 120 Seiten zusammengestellt. Während Andrea Matischewski einige Jahre in ABM-Tätigkeit sich dieser umfangreichen Arbeit intensiv widmen konnte, hat sich Günther Peters ehrenamtlich als Ortschronist engagiert. In der Phase der Entstehung des Heftes hat sich Dieter Garling mit seinen Erfahrungen und Kenntnissen eingebracht. Nicht zu vergessen sind Lucia Bergau, Petra Böttcher, Arite Küssner, Silvia Redelstorff und Margot König, die in ihrer jeweiligen ABM-Tätigkeit ebenfalls an der Chronik unmittelbar mitwirkten.
Entstanden ist ein Heft mit drei Kapiteln. Während im ersten Teil die Geschichte der Gemeinde bis zum 19. Jahrhundert untersucht wird, geht es im zweiten Kapitel um den ersten Abschnitt des 20. Jahrhunderts, als Mestlin sich vom einstigen Klosterdorf zur Staatsdomäne entwickelte. Der dritte Teil ist der Geschichte der Mestliner Kirche gewidmet.
Eine Zeittafel sowie ein Anhang mit einer ausführlichen Zeittafel und vielen Dokumenten vervollständigen diese wertvolle Chronik.

 

  Günther Peters, ehrenamtlicher Ortschronist, erläuterte zur Einführung der Präsentation des ersten Teils der Mestliner Chronik das Entstehen und würdigte die Mitarbeit vieler Bürger der Gemeinde und darüber hinaus.
Unter ihnen auch Dieter Garling (erste Reihe links) und Gerhard Garling (erste Reihe 2. von links)


Heinrich Hansen, Vorsitzender Mestliner Kulturvereins, dankte den Verfassern Andrea Matischewski, Günther Peters und Dieter Garling (verdeckt) für ihre Chronik, Teil 1.

Die Chronik kann online bestellt werden: zur Bestellung

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