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Chronik des Kulturhauses Mestlin 
(Kurzfassung):


Das Modell des Kulturhauses
angefertigt von ABM-Kräften des SUBZ Herzberg in den Jahren 2000/2001
Berichte über das 50-jährige Bestehen des Hauses: hier

Zahlen & Fakten

Länge: 57 Meter
Breite: 28,20 Meter
Höhe: 22,75 Meter
Fläche des Saales mit Bühne: 697,5 Quadratmeter
  Bestuhlung zu DDR-Zeiten:
Großer Saal bei Tanzbestuhlung: 280 Plätze
bei Konferenzbestuhlung: 432 Plätze
Klubgaststätte (dem früheren Gummisaal): 120 Plätze
Weinstube: 20
Klubgaststätte bei Tanzbestuhlung: 90 Plätze
Hörsaal: 90 Plätze

Weiterhin gab es ein Standesamt, Versammlungsräume sowie die Zentralbibliothek.
Die Garderobenräume für die Künstler wurden gleichzeitig als Versammlungsräume genutzt.

1987 waren im Kulturhaus vier Personen als so genannte Vollzeitkräfte und fünf Personen als Teilzeitkräfte beschäftigt

Das Kulturhaus Mestlin ist ein imposantes Bauwerk in der kleinen Gemeinde im Landkreis Parchim.
Für etwa 1.200 Einwohner der Gemeinde mit drei Ortsteilen, ist dieses Bauwerk eine Verpflichtung und eine Last zugleich. Verpflichtung, weil es ein wertvolles Kulturerbe aus der DDR-Zeit ist.


ehemaliges Wandbild im unteren Foyer des Kulturhauses

von der Malerin Vera Kopetz, enthüllt 1958 (wurde 1990 übermalt)
                                                                               Foto: Gerhard Hoppe, Berlin
mehr Info zum "verlorenen" Wandbild auf der Seite Kulturhaus-Aktivitäten


Das ehemalige Tonstudio


Die erste Fete - das Erntefest - am 02.10.1999
im renovierten "Gummisaal"

Das Kulturhaus ist jetzt eine Last...
...weil es für den knappen Finanzhaushalt der Gemeinde gleich mehrere Nummern zu groß ist. Dieses monumentale Haus wurde von 1954 bis 1957 gebaut und war bis zur politischen Wende 1989/1990 das kulturelle Zentrum der Gemeinde und weit darüber hinaus.
Über 50.000 Besucher pro Jahr konnten zu Veranstaltungen der unterschiedlichsten Art begrüßt werden.
Von Arbeitsgemeinschaften und Zirkeln bis hin zu Tanz- und Unterhaltungsveranstaltungen für alle Altersgruppen, von Betriebsversammlungen, Lehrgängen, Konferenzen und Ausstellungen reichte das Angebot. Ein modern ausgestattetes Gebäude mit Gaststätte, Saal, Hörsaal, und vielen Nebenräumen standen den Besuchern bis 1990 zur Verfügung.
Nach der politischen Wende, kurze Zeit als Großraumdisko genutzt, ist es seit 1996 ruhig geworden. Der letzte Betreiber hinterließ ein völlig verwahrlostes und ausgeräumtes Kulturhaus. Nichts erinnerte mehr an die Zeiten, als sich hier die Besucher des Hauses wohl fühlten. Viele Einrichtungsgegenstände wurden entwendet, vernichtet oder zerstört...
Erst auf Intervention der Gemeindevertretung, seines Bürgermeisters Uwe Schultze und einiger engagierter Mestliner Einwohner, unter ihnen Karlheinz Danzer und Michael-Günther Bölsche, übernahm die Gemeinde wieder die Verantwortung und versuchte zu retten was zu retten war. Doch auch diesem Personenkreis waren die Hände gebunden, denn kein eventueller Betreiber hatte Geld und/oder eine Konzeption die der Erhaltung und Nutzung des Hauses dienen sollte.

Von Mai 1997 bis Dezember 2004 bemühte sich der Förderverein "Kulturhaus Mestlin" e.V.  um die Rettung und Wiederherstellung des traditionsreichen Hauses.
Der ehemalige Gummisaal ist  seit 1999 nach einer kompletten Renovierung seitens der Mitglieder des Fördervereins und weiterer Helfer wieder in Betrieb und steht somit, Dank dieser Initiative des Vereines, wieder für die gemeindlichen Veranstaltungen zur Verfügung. Für die wirtschaftliche Betreibung des alten Gummisaales als Gaststätte hat der Förderverein im Mai 1999 eine GbR gebildet. Dies sollte der Anfang einer Vermarktung von Teilen des Gebäudes sein, welches nach und nach - je nach Sanierungszustand - weitergeführt werden soll.
Leider musste der Förderverein dieses Projekt 2003 wegen Unwirtschaftlichkeit wieder aufgeben und die GbR löste sich auf.
Zum 31. Dezember 2004 löste sich auch der Förderverein auf.

Im Februar 2008 bildete sich eine Bürgerinitiative, die dem Kulturhaus sowie dem Marx-Engels-Platz mit seinen Gebäuden, wie ehemaliges Pflegeheim, Schule usw., wieder Leben einhauchen möchte. Optimistische Mitstreiter sind gesucht! (siehe unter BI-Dorfplatz in der Navigationsleiste)

Eine Auswahl der angebotenen Veranstaltungen in Mestlin und im Kulturhaus finden sie hier.

Eine ausführliche Chronik zum Kulturhaus Mestlin des Autors Michael-Günther Bölsche ist unter dem Titel

                   "Wo viel Licht war, ist heute viel Schatten"
- 40 Jahre Kulturhaus Mestlin -

im Gänsebrunnenverlag Bützow erschienen.

Das 50seitige Büchlein mit ausführlichem Text und vielen Bildern aus den verschiedensten Zeiten ist ein Heft der Reihe "Unsere regionale Heimatgeschichte" und ist in ausgewählten Verkaufsstellen erhältlich.
Außerdem werden Bestellungen über 
M-G.Boelsche@t-online.de oder über die Gemeinde online entgegengenommen. 
Preis je Büchlein:
2
,00 Euro plus Versandkosten

Um weitere Sanierungsarbeiten in Angriff zu nehmen und Fördermittel beantragen zu können, benötigen wir dringend Eigenanteile. Um diese finanziellen Eigenmittel zu erwirtschaften, sind wir unter anderem auf viele Spenden angewiesen.
Neben Spenden ist aber eine Nutzung des Hauses unbedingt nötig. Wenn Sie also eine Veranstaltung planen - vom Tanz bis zur Konferenz oder Tagung oder anderes - dann melden Sie sich bitte. Wir sind bemüht, Ihre Wünsche zu erfüllen.

Ausführliche Hinweise sowie Mietpreise, erhalten Sie, wenn Sie hier klicken.

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Copyright © M. - G. Bölsche, 19374 Mestlin  / letzte Aktualisierung: 06. January 2009