Ausgangspunkt war ein Wettbewerb, den Mais- und Zuckerrübenanbau in der Region
zu erhöhen. So sollte noch mehr tierisches Futter bereit gestellt werden. In
diesen Wettbewerb wurde auch die Kultur- und Sportarbeit einbezogen und das
Maisfestes war geboren.
Aus dem Veranstaltungsplan des ersten
Maisfestes vom 12. und 13. Juli 1958 ist zu entnehmen, dass neben dem
Erfahrungsaustausch der Bauern eine große Tierschau stattfand. 40 Kühe, 20
Schafe und Böcke sowie jeweils zehn Pferde, Bullen und Schweine wurden
vorgeführt. Im großen Saal und auf der Terrasse des Kulturhauses wechselten sich
die bunten Programme ab.
"De Mönnings"
aus Sternberg und ein Blasorchester baten zum Tanz. Unter der Leitung von Cläre
Schulz und Erich Kumm wurden anlässlich einer Mais-Polonäse die besten Tanzpaare
gekürt.
Der damalige SC Traktor Schwerin boxte gegen Motor Süd Magdeburg und in
der DDR-Fußballliga spielte eine Bezirksauswahl von Neubrandenburg
gegen eine Auswahl des Bezirkes Schwerin. Sicher werden beim Lesen dieser
Zeilen Erinnerungen wach. Daher hoffen die beiden Mestliner Ortschronisten,
Andrea Matischewski und Günther Peters, dass auch ein ganz bestimmtes Lied
wieder aufgefunden werden kann. Anlässlich des Maisfestes wurde dieses gesungen.
Leider besitzen die Chronisten nur noch einige Zeilen, die Gerda Klötzing
aufgeschrieben hat.
Darin heißt es:
Ja, der Mais, der
Mais der schmeckt,
der Mais, wie jeder weiß, das ist ein strammer Bengel,
das ist die Wurst am Stengel
und wer den besten Mais anbaut, das ist ein kluger Mann,
weil er in die Zukunft schaut und die fängt gerade an.
Ja der Mais, der Mais der schmeckt...
Und der zweimal wiederholte
Refrain lautet:
Der
Mais, der Mais, wie jeder weiß,
das ist die Wurst am Stengel
Ideal, so die Chronisten, wäre
es, wenn auch die Noten zu diesem Lied noch aufzutreiben wären. Vielleicht kann
sich noch jemand erinnern, wer damals das beste Tanzpaar war und manch einer hat
noch das ein oder andere Foto aus dieser Zeit, von denen eine Kopie angefertigt
werden könnte. Meldungen nehmen die Chronisten unter der Mestliner Rufnummer
038 727 / 81
327 oder per eMail
info@mestlin.de
entgegen.

Erste Reaktion:
entnommen der
Schweriner Volkszeitung, Lokalausgabe Parchim
vom 13.02.2003
Mestliner Maislied: Noten in Marnitz entdeckt
Anneliese Schliemann
spielte diesen Titel auf der Mandoline
Marnitz/Mestlin.
Anfang der Woche berichtete die Parchimer Zeitung, dass die Mestliner
Chronisten das Maislied aus dem Jahre 1958 suchen.