Eine Meierei bzw. ein
Meierhof war im späten Mittelalter ein Nebenhof oder, wie er in einigen
Landesteilen bezeichnet wird, ein Vorwerk auf der Gemarkung eines Dorfes, von
dem Grundherrn angelegt zur günstigeren Bewirtschaftung eines Teiles der
Feldmark, um z. B. weite Wege zu verkürzen oder um spezielle Aufgaben im
Feldbau oder in der Tierhaltung zu erfüllen. Wenn im letzteren Falle Rindvieh
gehalten wurde, hatte der Meier gleichzeitig die Milchwirtschaft
einschließlich der Weiterverarbeitung zu betreiben.
Zur Zeit der Errichtung der Meierei erscheint die Bezeichnung „auf dem Vimfau“,
dann aber einfach Vimfow. Zur Entstehung des Namens gibt es eine
Sage:
"In den letzten Jahrzehnten des 18. Jahrhunderts wurde an der
Stelle des längst vergangenen Dorfes Hohen Augzin eine Meierei errichtet, damit
man von dort aus besser die umliegenden Felder bewirtschaften könne. Als nun die
Erbauer des einzigen Wohngebäudes fast den Bau vollendet hatten, kam doch einer
auf die Idee, seine Kollegen zu fragen, wie man wohl die Meierei nennen würde.
Worauf ein anderer, ohne lange zu überlegen geäußert haben soll: Fimfo.
Die Bauarbeiter lachten über das seltsame Wort und tatsächlich wurde es
später als Eigenname auf die sich nach und nach
entwickelnde Siedlung übertragen. Das Wort selbst war ohne jegliche Bedeutung
und Sinn, eben ein Spottname, wobei man schon damals vermutete, dass der Name
späteren Generationen noch viel Kopfzerbrechen bereiten würde.“
Heute ist
Vimfow ein lebendiger Ortsteil von Mestlin mit sehr engagierten Einwohnern.
Diese pflegen ihr Dorf und nehmen mit großem Erfolg am jährlichen Erntefest in
der Gemeinde Mestlin teil und organisieren aber auch ihre eigenen Feste.
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